Monat: November 2014

Jahrgang 2014: Pilotierung unserer Kellerwirtschaft

Von der Lese unserer seit Sonntag im Keller eingelagerten flüssigen Traube haben wir keine Arbeit gehabt – diesmal war es noch einfach 🙂

Wir haben in der lokalen Zeitung eine Anzeige zur Suche von Traubensaft/ -Most geschaltet: Dabei war ein Glücksgriff! Ein Winzer aus Ihringen konnte uns ca. 200 Liter zum weiteren Ausbau anbieten – yippieh. Jetzt geht es doch bereits dieses Jahr ins Probetraining – sogesehen die Pilotierung unserer Kellerwirtschaft im Jahrgang 2014!

Traube

Die Traube ist super und stellt die besten Testbedingungen. Wir bauen die Rebensorte unseres eigenen Berges aus: Blauer Burgunder – in dem Fall aus Ihringen sogar Spätlese. Mostgewicht bei der Ernte am 25. Oktober 2014 waren 100° Öchsle!

Most

Von dem gut 3 Wochen alten Most haben wir uns 190 Liter abgezapft. Die Farbe – der Geruch – ein Genuss!

190 ltr.

190 ltr.

 

Winzer

Mit drei Kanistern im Kofferraum sind wir nach Ihringen gedüst und haben aus dem Winzerkeller den jungen Spätburgunder gepumpt. Herrlich! Bei einer kurzen Kostprobe erhalten wir noch Infos und Tipps zu den nächsten Schritten und Empfehlungen, die wir dringend umsetzen sollen. Top 1: Fass voll machen! Top 2: Abstechen Mitte Dezember! Top 3: Schwefeln unter Berücksichtigung der Apothekenergebnisse!

… voll begeistert bringen wir das Gold von Morgen nach Hause und schwärmen vom Winzertum!

Einlagerung und Einrichtung im Naturbodenkeller

30 Liter Fass: einfach. 60 Liter Fass: vielleicht. 100 Liter Fass: unmöglich! Zum Transport aus dem Kofferraum in den Keller selbst zu dritt mussten wir uns etwas überlegen. Also: Zwischenlager, Pumpe, Anschlüsse, Stabilisierung und jede Menge Schläuche – los geht’s. Der Saft kommt durch das Pumpsystem an seinen Platz. Nach dieser Turbulenz steht er nun wieder in den drei Fässern an seinem Platz für die nächsten Wochen.

Da der Keller auch für uns in der nächsten Zeit immer häufiger Aufenthaltsraum sein wird, muss noch Atmosphäre geschaffen werden. Tisch und Stühle vom Dachboden machen den Anfang … was hier noch dazu kommt? Guess what…

Kellereinrichtung

Kellereinrichtung

Stadium der Gärung

Noch blubbert’s. Solange die erste Gärung voll in Fahrt ist, stehen die Gärspunte nicht still. Bei der biochemischen Gärung zerlegen die Hefen den Zucker in Ethylalkohol und Kohlendioxid. Für die Entweichung des CO2 sorgen die Spunte ohne äussere Einflüsse eindringen zu lassen.

Wir beobachten die Gärung bis Mitte Dezember, dann werden die „Messer“ gezückt …

Temperaturmessung zur Überwachung der Gärung

Temperaturmessung zur Überwachung der Gärung

Kellerbuch

Den Überblick zu behalten, in die Zukunft zu planen, den Weinausbau zu überwachen und nicht zuletzt die Informationen und Erfahrungen bis zum nächsten Jahr zu konservieren, dafür etablieren wir ein Kellerbuch.

Übrigens: Hier gibt es auch die Rubrik „Weinbergkalender“ (da schauen wir erst im Frühling hinein).

Kellerbuch

Kellerbuch

Was geschieht als nächstes?

Warten? Im Grunde ja…. wenn’s die nächsten Wochen weiter blubbert 🙂

 

 

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Winterfest

Man läßt den Winter sich noch gefallen.  Man glaubt, sich freier auszubreiten,  wenn die Bäume so geisterhaft,  so durchsichtig vor uns stehen.  Sie sind nicht, aber sie decken auch nichts zu. J. W. von Goethe

Jetzt kann er kommen! Der Weinberg ist winterfest und wird bis im Februar des neuen Jahres still liegen. image image image image

Stuttgart glänzt im Rebenlaub

Es ist die wohl schönste Zeit für Stuttgarter einen Ausflug nach Fellbach zu unternehmen. Nicht weit entfernt, knapp hinter dem Kappelbergtunnel findet man sich wieder inmitten des württembergischen Trollingerlandes. Nach einer Wanderung führt es nicht selten Paare, Gruppen, Arbeitskollegen und Sangesbrüder in einen der vielzähligen Besenwirtschaften. image image image   Besenwirtschaften sind eine Besonderheit in Schwaben. Bei schwäbischen Mahlzeiten steht der Wein im Mittelpunkt. Es wird neuer Wein verkostet und sich durch die Vorräte der Winzer getrunken.