Wein ~ KELLER

Ein bisschen Druck, bitte.

Rückblick zur Ernte Anfang Oktober 2015:

Aus der Maische wird Most. In der Lohnkelterei nutzen wir eine automatische Presse, die die Traubenhaut und andere feste Bestandteile von der Flüssigkeit trennt. Diese Flüssigkeit – der Most – ist unser Gold von Morgen 2015.

Nach ca. 30 Minuten in der vollautomatischen Kelter nehmen wir mit nach Hause:

  • 120 Liter Most vom Blanc de Noir
  • 270 Liter Most vom Spätburgunder

 

 

Zu Hause wird der Most in 100 Liter Kunststoff-Fässer in den Keller gelassen. Hier kann er nun gären und den übrigen Zucker in Alkohol umwandeln. Und nebenbei seinen ganz eigenen individuellen Geschmack entwickeln.

 

 

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Was draufsteht, muss auch drin sein!

Irgendwie sollte der Wein auch optisch unverwechselbar und das Etikett von uns selbst erstellt sein. Zeit also für erste Gedanken zum Auftritt unseres ersten Jahrgangs.

Was es alles zu berücksichtigen gilt, was wir vermitteln wollen und was Lust auf den ersten Schluck machen soll, haben wir in einem Brainstorming zusammengetragen & uns zugleich Anregungen bei Klassikern und ausgefalleneren Exemplaren geholt.

FARBE.    FLASCHENFORM.    BANDEROLE.    PAPIERART.   HANGLAGE.    ALKOHOLGEHALT.   SCHRIFTEN.    INHALTE.    TEXT.    BOTSCHAFT.    GRAFIK.    GRÖSSEN.    ANGABEN.    SORTE.    CHARAKTER.   ASSOZIATION.   REGION.    VERSCHLUSS.    JAHRGANG.    MENGE.    QUALITÄT.    ERZEUGER.    LAYOUT.   SPEISEEMPFEHLUNG.  NAME.    VORDERSEITE.    RÜCKSEITE.   KORKEN.   MATERIAL.    

Messwerte – die Chemie im Geschmack

Kellerwirtschaft.

DO IT YOURSELF “DIY” – Projekt Wein

DIY im Projekt Wein ist nicht nur die Arbeit im Freien am Berg, sondern auch der Weinausbau im Keller mit allen Kontollmessungen und Weinproben 😜

Hier gibt’s Einblicke in unsere Zwischenmessungen der Kellerwirtschaft …

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Jahrgang 2014: Pilotierung unserer Kellerwirtschaft

Von der Lese unserer seit Sonntag im Keller eingelagerten flüssigen Traube haben wir keine Arbeit gehabt – diesmal war es noch einfach 🙂

Wir haben in der lokalen Zeitung eine Anzeige zur Suche von Traubensaft/ -Most geschaltet: Dabei war ein Glücksgriff! Ein Winzer aus Ihringen konnte uns ca. 200 Liter zum weiteren Ausbau anbieten – yippieh. Jetzt geht es doch bereits dieses Jahr ins Probetraining – sogesehen die Pilotierung unserer Kellerwirtschaft im Jahrgang 2014!

Traube

Die Traube ist super und stellt die besten Testbedingungen. Wir bauen die Rebensorte unseres eigenen Berges aus: Blauer Burgunder – in dem Fall aus Ihringen sogar Spätlese. Mostgewicht bei der Ernte am 25. Oktober 2014 waren 100° Öchsle!

Most

Von dem gut 3 Wochen alten Most haben wir uns 190 Liter abgezapft. Die Farbe – der Geruch – ein Genuss!

190 ltr.

190 ltr.

 

Winzer

Mit drei Kanistern im Kofferraum sind wir nach Ihringen gedüst und haben aus dem Winzerkeller den jungen Spätburgunder gepumpt. Herrlich! Bei einer kurzen Kostprobe erhalten wir noch Infos und Tipps zu den nächsten Schritten und Empfehlungen, die wir dringend umsetzen sollen. Top 1: Fass voll machen! Top 2: Abstechen Mitte Dezember! Top 3: Schwefeln unter Berücksichtigung der Apothekenergebnisse!

… voll begeistert bringen wir das Gold von Morgen nach Hause und schwärmen vom Winzertum!

Einlagerung und Einrichtung im Naturbodenkeller

30 Liter Fass: einfach. 60 Liter Fass: vielleicht. 100 Liter Fass: unmöglich! Zum Transport aus dem Kofferraum in den Keller selbst zu dritt mussten wir uns etwas überlegen. Also: Zwischenlager, Pumpe, Anschlüsse, Stabilisierung und jede Menge Schläuche – los geht’s. Der Saft kommt durch das Pumpsystem an seinen Platz. Nach dieser Turbulenz steht er nun wieder in den drei Fässern an seinem Platz für die nächsten Wochen.

Da der Keller auch für uns in der nächsten Zeit immer häufiger Aufenthaltsraum sein wird, muss noch Atmosphäre geschaffen werden. Tisch und Stühle vom Dachboden machen den Anfang … was hier noch dazu kommt? Guess what…

Kellereinrichtung

Kellereinrichtung

Stadium der Gärung

Noch blubbert’s. Solange die erste Gärung voll in Fahrt ist, stehen die Gärspunte nicht still. Bei der biochemischen Gärung zerlegen die Hefen den Zucker in Ethylalkohol und Kohlendioxid. Für die Entweichung des CO2 sorgen die Spunte ohne äussere Einflüsse eindringen zu lassen.

Wir beobachten die Gärung bis Mitte Dezember, dann werden die „Messer“ gezückt …

Temperaturmessung zur Überwachung der Gärung

Temperaturmessung zur Überwachung der Gärung

Kellerbuch

Den Überblick zu behalten, in die Zukunft zu planen, den Weinausbau zu überwachen und nicht zuletzt die Informationen und Erfahrungen bis zum nächsten Jahr zu konservieren, dafür etablieren wir ein Kellerbuch.

Übrigens: Hier gibt es auch die Rubrik „Weinbergkalender“ (da schauen wir erst im Frühling hinein).

Kellerbuch

Kellerbuch

Was geschieht als nächstes?

Warten? Im Grunde ja…. wenn’s die nächsten Wochen weiter blubbert 🙂